Über den Rand der Welt: Philosophie des Horizonts
PhilosophiesamstagDer Horizont scheidet und verbindet zugleich Himmel und Erde. Einen wesentlicheren Ort konnten wir uns über Jahrtausende nicht vorstellen. Die Horizontale gibt uns Grund und Boden: die Vertikale ist das Andere, das Neue, Fremde, Überwältigende. Aber der Horizont bleibt nicht stehen, er bewegt sich durch die Welt mit meiner Bewegung. Und seit wir um die Erde herumgefahren sind, vor allem aber, seit wir von aussen auf die Erde schauen konnten, überlagern sich die Bilder: Das scheinbar Ebene ist an sich rund; aus der weichenden Grenzlinie wurde eine Kugeloberfläche, die uns einschliesst. Was bedeutet das? Wir wollen einen Samstag lang über den Horizont nachdenken, was er war, ist und allenfalls noch sein kann. Wir lesen dazu u.a. Thomas von Aquin, Friedrich Nietzsche und Hans-Georg Gadamer. Texte werden zur Verfügung gestellt.
[1h Mittagspause]
